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News 2011


Dino Larese-Archiv jetzt integraler Teil des Staatsarchivs

Die 1994 ins Leben gerufene Dino Larese Stiftung, Amriswil, ist mit Verfügung der Ostschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht vom 17. August 2011 aufgelöst worden. Das verbleibende Vermögen von knapp viereinhalbtausend Franken wurde dem Ortsmuseum Amriswil übereignet, das die Erinnerung an den Stifter im Rahmen seiner Dauerausstellung wachhält. Der bedeutende Archivbestand der Stiftung ging zu Eigentum an das Staatsarchiv des Kantons Thurgau über; ebenso sämtliche Rechte an den Büchern, Schriften und Texten von Dino Larese. Larese war von den 1940er-Jahren bis in die 1990er-Jahre hinein ein bedeutender Kulturvermittler, der mit Hunderten von Schriftstellern, Philosophen (auf dem Bild sieht man Larese zusammen mit Martin Heidegger auf dem Weg nach Hölderlins Hauptwil), Musikern, Malern und Bildhauern in Kontakt stand, darunter etwa Thomas Mann, Carl Zuckmayer, Ortega y Gasset, Manès Sperber, Carl Orff oder HAP Grieshaber. Von Bedeutung ist das Archiv namentlich auch in Bezug auf die unzähligen Künstler des Bodenseeraums und des Kantons Thurgau. Zusammen mit dem Archiv des Verlags Huber, das dem Staatsarchiv 1998 geschenkt wurde, dokumentiert es die Thurgauer Literaturgeschichte auf eindrückliche Weise.

26. September 2011

 



Staatsarchiv zeigt Ausstellung HANS BAUMGARTNER - IM AUFTRAG

Gestern wurde die erste Ausstellung des Staatsarchivs eröffnet. Sie dauert bis zum 26. Oktober 2011 und thematisiert zwei wenig bekannte Seiten des bedeutenden Thurgauer Fotografen Hans Baumgartner (1911-1996): diejenige des im Auftrag fotografierenden Künstlers und diejenige dessen, der es in Farbe tut. Die von Urban Stäheli konzipierte und von Susanna Entress und Urs Stuber mitgestaltete Ausstellung zeigt überdies, über welch reiche Baumgartner-Bestände das Staatsarchiv verfügt. Und sie lädt zum Sinnieren und Schmunzeln darüber ein, wie schnell doch die Zeit vergeht und was sich dabei alles verändert. Staatsarchivar André Salathé rief in seiner Begrüssungsansprache dazu auf, sich des Werts audiovisuellen Kulturguts gerade im Kanton Thurgau bewusst zu werden; das Staatsarchiv, das jetzt über speziell klimatisierte Räume zur Aufbewahrung von Fotografien und Filmen verfügt, wolle sich dieser Sparte in Zukunft vermehrt annehmen.

8. September 2011

 



Erfolgreiche Tage der offenen Tür

Freitag, 19. August 2011 wurde das neue Staatsarchiv in Anwesenheit von 150 geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Kultur und Wirtschaft mit Ansprachen von Regierungspräsident Kaspar Schläpfer, Regierungsrat Jakob Stark und Architektin Anna Jessen offiziell eröffnet. Am darauf folgenden Wochenende öffnete das Staatsarchiv seine Tür für die Bevölkerung. Zwischen 1700 und 1800 Personen aus dem ganzen Kantonsgebiet und darüber hinaus liessen sich die Gelegenheit nicht entgehen und begutachteten das moderne Archiv aussen und innen. Auf dem langen Rundgang stand die Archivmitarbeiterschaft für Fragen aller Art zur Verfügung. Das VorStadttheater Frauenfeld (Bild), das dieses Jahr sein 30-Jahr-Jubiläum feiert, bereicherte den Rundgang mit verschiedenen theatralischen Interventionen, lauteren und leisen und ganz stillen, dramatischen und poetischen.

22. August 2011

 



Staatsarchiv erhält Wirtshausschild der "Blauen Amsel" geschenkt

Florian Bruggisser aus Güttingen hat im Jahr 2010 seine Maturaarbeit über die ehemalige Frauenfelder Genossenschaftsbeiz "Blaue Amsel" (1980-1984) geschrieben. Das war möglich, weil das Archiv der Genossenschaft Jahre zuvor dem Staatsarchiv übergeben, geordnet und erschlossen worden war (Bestand StATG 8'408). Bruggissers Arbeit wurde 2011 mit dem Preis der Stiftung Jugendförderung Thurgau ausgezeichnet. Bei seinen Recherchen machte er mit den ehmaligen Exponentinnen und Exponenten der "Blauen Amsel" Interviews und erhielt dabei das Wirtshausschild geschenkt. Weil es ihm ein Anliegen ist, dass auch dieses Stück der Nachwelt möglichst unbeschadet überliefert wird, schenkte er es nun dem Staatsarchiv, wo es dem Bestand zugeschlagen wird.

17. August 2011

 



Staatsarchiv nimmt seinen Betrieb am neuen Standort auf

Die offizielle Eröffnung des neuen Staatsarchivs findet am 19. August 2011 statt. Für die Benutzerschaft wieder geöffnet wurde es aber bereits am 2. August. Als erste Benutzer stellten sich Mirjam Rütsch (rechts) und Fabian Morgenthaler (Mitte) ein. Die beiden engagieren sich für das vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Forschungsprojekt über die Einbürgerungspraxis in verschiedenen Kantonen der Schweiz. Sie freuten sich herzlich über das kleine Begrüssungszeremoniell und das Willkommengeschenk, das ihnen von Staatsarchivar André Salathé überreicht wurde: ein Faksimile der Grenze zwischen der Alten Landschaft St.Gallen und dem Thurgau um ca. 1730. Das Staatsarchiv Thurgau ist neu auch über Mittag geöffnet.

3. August 2011

 



Staatsarchiv hat seinen Sitz verlegt

Das Staatsarchiv des Kantons Thurgau hat vom 28. März bis 15. Juli 2011 seine Archivbestände, seine Bibliothek und seine Büros vom Regierungsgebäude und fünf weiteren Standorten an die Zürcherstrasse 221 verlegt und seine neuen Räume bezogen. Insgesamt wurden 8000 Laufmeter Archivalien und 230 Laufmeter Bücher gezügelt; dazu Tausende von Karten und Plänen inkl. das dazu gehörige Mobiliar. Die Zügelarbeiten wurden, unterstützt durch eine Transportfirma, weitgehend von der Belegschaft des Staatsarchivs selbst erledigt. Insgesamt handelte es sich um ein gigantisches Zusammensetzspiel, indem die Gelegenheit benutzt wurde, die über die Jahrzehnte verzettelten Bestände organisch zusammenzuführen und nach revidiertem Archivplan aufzustellen. Nach Bezug des Archivs sind Platzreserven für 15'000 Laufmeter Archivalien, 400 Laufmeter Bücher, ca. 10'000 Karten und Pläne und für Hundertausende von Fotografien, Fotonegativen, Mikrofilmen und Filmen vorhanden.

16. Juli 2011

 



Staatsarchiv erwirbt bedeutende Thurgauer Ansichtskartensammlung

Der 2009 in Kreuzlinger verstorbene Herbert Grämiger hinterliess eine ca. 15'000 Stück starke Ansichtskartensammlung über den Kanton Thurgau. Praktisch jede Siedlung ist in der Sammlung mit einer Ansichtskarte vertreten; oft sind es mehrere, bei grösseren Dörfern oder Städten sogar Hunderte. Die Sammlung umfasst Ansichtskarten aus dem Zeitraum vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts und ergänzt eine andere Sammlung, die das Staatsarchiv bereits besitzt und den anschliessenden Zeitraum beschlägt, auf ideale Weise. Die Sammlung zeigt fast alles, was das Herz begehrt: Dorfansichten, Gebäude, Landschaften, Szenen aus Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie, Vereinsanlässe und Theateraufführungen, weltliche und kirchliche Feste und Bräuche, Innenansichten von Restaurants, Bienenhäuschen (Bild) ... Die Sammlung wird in den nächsten Jahren vom Staatsarchiv geordnet, verzeichnet und digitalisiert; zum Abschluss des Projekts ist eine Ausstellung geplant.

20. Mai 2011